donderdag 23 februari 2017

J. Henry Hallam -- 24 februari 1945

• De Brit J. Henry Hallam zat in 1944 en 1945 als krijgsgevangene in Stalag VIII-B in wat nu Polen is. Hij hield in die tijd een dagboek bij.

Februari 23 1945 Friday.
A cold sleep last night. Have slice of bread and salt for breakfast. The cart goes after dinner for rations. Dick has worked the oracle, he has been out, and brought a kit bag full of spuds in, also a pound of meat, and a good piece of Jerry sausage. The Gods must be smiling on us. Midday soup was good, also “bukshees”. Made a stew of the meat, and a few spuds for tea. Dick says he feels full, I do too. What a marvellous feeling. Tom gets some apples off the old Frau: today seems to be our lucky day.

Februari 24 1945 Saturday.
Sleep fairly warm. Drizzling with rain. Tom warms a few boiled spuds up for breakfast, have a slice of dried bread with them, and one apple to finish off. The rations are due today. Wonder what the news is. Boil up more spuds, afraid we’ll all look like spuds soon. Rumour we might move on Monday.The rations come up! We get a loaf per man to last us for four days say the Jerry, also a little cheese. Dick does a bit of wood chopping. Tom is out on patrol. Also get a little of Jerry synthetic honey with our rations. Have cold spuds, little cheese and coffee for supper. Weather gets much colder I’m sure, our barn is cold.

Februari 25 1945 Sunday.
Sleep warm. Had coffee and three baked spuds for breakfast and a slice of bread and white cheese with salt to taste, and one apple as desert. Dick gets two more loafs of bread. Soup, tasty. Dick and I take a little exercise in the yard: just like “pukka” convicts. We get a treat today; they cook up some porridge in the cookhouse, we got “bukshees” too. Have drink of weak tea, and a slice of btread and honey for supper. Allied Forces rumoured fighting in the Rhur Valley.

Februari 26 1945 Monday.
Wonders will never cease, we were awakened about three o’clock this morning by Sgt. Humphreys with a lorry load of Red Cross Parcels. Everyone is happy again. I too feel a little elated. Have coffee with milk and sugar in it, what a treat. The parcels are American the first I have seen; each parcel has one hundred cigs inside. I have given my cigs to Tom and Dick. I shall start smoking when smokes get more plentiful. Dick goes milking cows, gets a little milk. Tom makes a stew for supper. It is raining outside, we get in bed early again. Humphreys has reported the case of the man getting shot to Stalag IVA

Februari 27 1945 Tuesday
Slept well last night. Dick has gone milking cows again! So we shall get milk in the coffee again. Have bread and American marg for breakfast with a little piece of Jerry sausage and apple. I have washed my vest this morning. We have our last brew of tea today. Ration cart does not go till tomorrow. Today the Jerry puts a smart one over us; we all pack up to move all for nothing. We had complained about guards stealing Red Cross Milk cows --- rumoured foot and mouth disease, no more milk. Rumours of going to Stalag at Pilsen.

woensdag 22 februari 2017

Anneliese Stöbis-- 23 februari 1945

• Anneliese Stöbis (1915-1966) was een Duitse huisvrouw. In de periode 1944-1946 hield ze een dagboek bij.

16. Febr. Solange Krieg ist, haben wir noch nicht so einen Tag erlebt wie heute. Wir saßen im Bunker. Der Bunker war ganz voll Menschen. Auf einmal dröhnte es furchtbar, dass einem Hören und Sehen verging und der Staub wirbelte hoch, jeder dachte, nun ist das leben zu Ende. Als wir aus dem Bunker heraus kamen war die ganze Luft graublau vor lauter Pulverstaub. Kurz darauf erfuhren wir, dass der Bahnhof einen Volltreffer bekommen hatte. Mehrere Bauernhäuser wurden vernichtet und Masten und Drähte bildeten ein wildes Durcheinander. Mehrere Häuser in der Bahnhofstraße haben keine Scheiben mehr und die Gardinen hängen zerrissen davor. An der Bahn ist der Güterschuppen, die Wohnung des Gastwirtes und das Stellwerk vollständig vernichtet. Die Feindflugzeuge kamen ziemlich tief, dass man sie gut zählen konnte. Plötzlich stand genau über uns ein Angriffszeichen und im nächsten Augenblick war die Hölle los. Über uns wurden die bomben ausgeklinkt und das Ziel war die Bahnstrekke. 30 – 40 Flugzeuge warfen ihre hier an der Bahn ab. Sie bombardierten an dem Tage die Bahnstrecke von Rheine bis Münster aber nur in gewissen Abständen. Der Angriff dauerte drei bis fünf Minuten. Bei den Bauern musste viel Vieh abgeschlachtet werden. Mittags um 2 Uhr war der Angriff und etliche Stunden danach kamen die Tiefflieger und schossen hier herum. An dem Tage konnten die Menschen alle nicht mehr arbeiten vor Aufregung. Es war auch entsetzlich. Der Herr hat unseren ort bewahrt, denn es ist nicht einer zu Tode gekommen. Wir danken unserem Herrn und Heiland für seine wunderbare Bewahrung. Er hat seine schützende Hand über uns gehalten, damit uns kein Leid geschehen konnte. – Die Bahnstrecke wurde kaum getroffen denn am gleichen Tag fuhr schon wieder ein Zug von Münster nach Rheine.

19. Febr. Wir waren lange im Bunker. Über Emsdetten standen mehrere Angriffszeichen. Wahrscheinlich sind die Bomben zwischen Emsdetten und Mesum gefallen. Auch wurde Münster angegriffen. In der Nacht zum 20. Febr. wurde am Gemeindehaus tüchtig geklopft und gebollert. Auf einmal schrie ein Mann der extra aus A kam: „Hier brennt Licht.“ Ich bin gleich aus dem Bett gesprungen und sah zu meinem entsetzen, das der Saal (Gemeindesaal der evangelischen Kirche) hell erleuchtet war. Kurz darauf war Alarm und die Feindflugzeuge kamen an. Welch großes Unglück hat dieser Mann verhütet. - Heute haben wir unsere Gans geschlachtet.

20.2. Heute Abend war 3 Mal Vollalarm. Ein Mal waren wir im Bunker, da viele Flugzeuge über uns wegkamen. In der Nacht mussten wir wieder in den Bunker. Eine Unmenge Bomber flogen über uns weg. 21. Febr. Wieder ein schrecklicher Tag. Von morgens bis abends Alarm und von Abends bis nachts. Den ganze Tag flogen die Tiefflieger, auch ab und zu Bomberverbände. Öfter schossen die Flieger hier an der Bahn. Wir waren mehrere Male im Bunker. Um 20 ½ Uhr war ein Großangriff auf den Kanal. Wir saßen mit Angst und Zittern im Bunker. Eine sehr große Zahl Leuchtkugeln standen am Himmel. Es war schaurig anzusehen. Jetzt ist es Mitternacht und noch immer krachen die Zeitzünder, so dass die Scheiben zittern. Vorhin war wieder Vollalarm. Da kam Industriegebiet an die Reihe. Es ging furchtbar daher.

22. Febr. Den ganzen Tag waren die Flieger hier. Tiefflieger haben an der Bahn geschossen und zwar auf eine Lokomotive. Der Zugführer und der Heizer waren leicht verletzt. Bei Sprakel haben die Tiefflieger ein Fuhrwerk beschossen. Ein Pole war tot, auch zwei Pferde. Unendlich viel Verbände flogen in der Ferne. Heute Abend ging ich hinaus. Ich hörte ein Flugzeug und wollte sehen was draußen los ist. Im nächsten Augenblick höre ich eine Bombe (Luftmine) pfeifen. Ich warf mich schnell auf die Erde und im nächsten Moment krachte es ganz fürchterlich. Es war eine Luftmine, die hinter B gefallen war. Viele Fensterscheiben mussten in Reckenfeld dran glauben.

23. u. 24. Febr. Den ganzen Tag Alarm. Viel Verbände kamen hier drüber weg geflogen und die Tiefflieger konnten sich nicht mehr von Reckenfeld trennen. Geschossen haben sie wenig.

25. Febr. (Sonntag) Als wir noch im Bett lagen kamen schon die Tiefflieger an. In der Ferne schossen sie fürchterlich. Das war immer eins hin und her, eine tolle Kreiserei. Zwei sind abgeschossen worden.

dinsdag 21 februari 2017

Erich Kästner -- 22 februari 1945

Erich Kästner (1899-1974) was een Duitse schrijver. "Anfang 1945 gelang es ihm, mit einem Filmteam zu angeblichen Dreharbeiten nach Mayrhofen in Tirol zu reisen und dort das Kriegsende abzuwarten. Diese Zeit hielt er in einem 1961 unter dem Titel Notabene 45 veröffentlichten Tagebuch fest." Het boek is in het Nederlands vertaald door Jan Bert Kanon.

Berlijn, 22 februari 1945
Nog steeds geen bericht uit Dresden [van Kästner's ouders]! Ook niet van de familieleden uit Döbeln die ik een telegram had gestuurd. Ook niet van de legerkoerier die uit Dresden wordt terugverwacht en van Orthmann opdracht had gekregen in de Königsbrücker Straße te gaan kijken. Negen dagen zonder nieuws. En morgen ben ik jarig.
Het is begrijpelijk dat er duizend geruchten de ronde doen. Erich Ponto zou, om zichzelf in veiligheid te brengen, uit het raam zijn gesprongen en zijn benen hebben gebroken. Peter Widmann, die bezig was met een film, zou vermist zijn. Günther Lüders, die toevallig in Dresden was, zou Viktor de Kowa's moeder heelhuids naar buiten hebben gebracht.
Mijn deprimerende bedeltochten om iets schriftelijks en gestem-pelds op de kop te tikken, zijn jammerlijk mislukt. Ik wilde me langs de snelweg posteren om te proberen een lift naar Dresden te krijgen. Maar ik kreeg geen toestemming om Berlijn te verlaten. Alleen wie met documenten kon aantonen dat zijn familieleden schade aan lijf en goed hadden geleden, kreeg een dergelijke vergunning. En ik in het bijzonder, zei men, zou zelfs aan zulke documenten niets hebben. Want omdat ik als verboden schrijver niet bij een specifieke groep, Kamer of welke beroepsorganisatie dan ook hoor, mag niemand me de vereiste vrijgeleide verstrekken. En zonder die pas zou ik bij de eerste controlepost van de veldgendarmerie al worden aangehouden.

Berlijn, 27 februari 1945
Op de ochtend van de 23e februari - mijn verjaardag - kwam er eindelijk bericht! Twee brieven en twee briefkaarten, vuil en verkreukeld, in één keer! Dat was een verjaardagscadeau! Ze leven en zijn gezond en zelfs hun huis staat er nog. Omdat de ramen gesprongen zijn en de kamers onder het roet zitten en ijskoud zijn, slapen mijn ouders op de gang. Mama op de bank, papa op bijeengeschoven stoelen. Eten wordt uitgedeeld in de Löwenbrau. Ze vernikkelen van de kou. De koffers en het beddengoed liggen op de handkar in de kelder.
Met de kar stonden ze op 13 februari de hele nacht in de gang van een huis aan de overkant van de straat. Waarom aan de overkant? Ik ben er nog niet achter. Zouden er op de bovenste etages of naast hen inslagen zijn geweest? Tante Lina's villa aan de Albertplatz is uitgebrand. De bank is verwoest. Meesterslager Tischer en kruidenier Kletzsch zijn uit hun zaak gebombardeerd.
Gisteravond bracht Orthmanns koerier vreselijk nieuws. Dresden is weggevaagd. De zuigkracht van het vuur van het brandende Neue Rathaus heeft mensen die uit de Waisenhausstraße vluchtten dwars door de lucht de vlammen in gesleurd, alsof het motten en nachtvlinders waren. Anderen zijn, om zich in veiligheid te brengen, in de blusvijvers gesprongen, maar het water was kokendheet geweest en had hen als kreeften gestoomd. Tienduizenden lijken liggen tussen en onder het puin. En mijn ouders leven! Droefenis, woede en dankbaarheid botsen in mijn hart op elkaar. Als sneltreinen in de mist.
Romeinse generaals stortten zich, met de onvermijdelijke nederlaag voor ogen, in het uitgestoken zwaard. Zo'n zelfmoord door vreemde hand begaat het Derde Rijk. Het Derde Rijk helpt zichzelf om zeep. Maar het lijk heet Duitsland.

We zijn weer een paar dagen in L. Gisteren werden Schöneberg en de binnenstad zwaar getroffen, vooral Alexanderplatz, Seestraße, Müller-straße en Schlesinger Bahnhof. Hitler heeft de gouwleiders Koch en Hanke in Koningsbergen en Breslau via de radio bevolen 'het op hun zware post vol te houden tot hun definitieve zege'. Guben en Forst branden. Enkele transporten uit deze plaatsen en uit Kottbus zijn langs L. gekomen, andere zijn onderweg onderschept. Men heeft ze te laat laten vertrekken. Dat is niet alleen te wijten aan de bureaucratisering van de terugtocht, maar ook aan de ondeugdelijke poging de nederlaag door propaganda te versluieren. Propaganda is tot veel in staat. Ze kan de boel opfleuren. Ze is een kleurmiddel. Maar zodra ze zich aanmatigt de feiten te verdraaien, helpt ze de concurrentie. Dan wordt ze, zoals de volksmond het uitdrukt, 'antiganda'. Dan schminkt ze een ernstig zieke in plaats van een dokter te halen.
In L. moeten vluchtelingen worden ondergebracht. De inwoners verzetten zich. Met het geduld van de bevolking lijkt het bijna gedaan. Ook geamputeerden hoeven in trein en bus niet meer te rekenen op consideratie. Afschrikwekkende dreigementen halen niets meer uit. De mensen zijn er moe van. De angst is van richting veranderd. En het opgestuwde, niet langer te stuiten misnoegen treft de zwakken.

We hebben de eerste sneeuwklokjes geplukt. En de terugkerende spreeuwen vlogen in rumoerige formaties over onze hoofden. Lente en ondergang, zowel in de hemel als op aarde. Natuur en geschiedenis zijn het niet met elkaar eens en maken ruzie voor onze ogen. Hoe mooi zou het niet zijn om ook eens een lente van de geschiedenis te beleven! Maar het staat niet op onze kalender. De historische jaargetijden duren eeuwen en onze generatie leeft en sterft in het 'november van de nieuwe tijd'.

maandag 20 februari 2017

Kees Kokke -- 21 februari 1945

Kees Kokke (1915-1985) was in de oorlog gemeentearchivaris van Venlo. Hij hield in die jaren een dagboek bij.

woensdag 21 februari 1945
Met [het probleem van de te lage opkomst bij] de Schanzerei is het afgelopen. Hedenmorgen om half elf verklaarde Hauptmann Brockmann, dat hij om half twaalf minstens honderd arbeiders moest hebben en dat deze door gemeentepolitie bijeen verzameld moesten worden. Daar dit echter werd geweigerd, daar wij als Nederlanders daaraan niet mogen medewerken, schakelde hij na een bespreking met Hauptmann Schneider, de Grüne Polizei in, die op de hertog Reinoudsingel tientallen mannen en vrouwen oppakten en op de hoek van de Stalberg verzamelde.
Toen er genoeg mannen waren, konden de vrouwen terug keren.
Begrijpelijkerwijze veroorzaakte deze razzia een grote consternatie en in een oogwenk waren alle straten leeg en verlaten. Ook enige leden van het gemeentepersoneel waren opgepakt en aan het graven gezet, ondanks het feit dat zij een gedrukte Bescheinigung [verklaring] van de burgemeester hadden, dat zij in gemeentedienst werkzaam waren. Echter losgelaten [door de Duitsers niet meer erkend].
In het algemeen moet elke man zeven meter loopgraaf maken. Hij kan er net zo lang over doen als hij wil. Is hij klaar dan kan hij echter naar huis gaan. Ze krijgen ’s middags warm eten, allerlei koude verzorging, waaronder 3.600 gram brood per dag, boter, suiker, jam, et cetera; [verder] fl. 2,50 per dag, vakarbeiders fl. 0,67 per uur.
Het evacuatiespook is vandaag ook weer eens opgedoken. Hauptmann Schneider liet circa twaalf uur in diverse straten aanzeggen dat de bewoners zich gereed moesten houden om morgen naar Waldniel te gaan ter evacuatie. Vreemd, daar er geen treinen zijn.
[SS-Oberführer] Leffler, [Leutnant] Bruckschen , [SS-Untersturmführer] Adam en Dings hedenmiddag op bezoek ter regeling van voedselvoorziening in Kaldenkirchen en Brüggen.
Kaldenkirchen om de andere dag door Venlo en Tegelen verzorgd.
LKW [vrachtwagen] zal om de ander dag rijden naar Kaldenkirchen en brood, boter en worst in Roermond halen voor Kaldenkirchen.
Leffler was van oordeel dat evacuatie van Venlo binnen drie à vier weken haar beslag gekregen zou hebben. Dat Venlo tot dan toe nog rust zou hebben. “Aber achten Sie darauf, Herr Burgermeister, das die Bevölkerung nicht einschlaft, und immer zum Evakuieren bereitsteht.”

zondag 19 februari 2017

John Cheever -- 20 februari 1962

John Cheever (1912-1982) was een Amerikaanse schrijver. Hij hield een groot deel van zijn leven een dagboek bij. Het is in het Nederlands vertaald (door Frank van Dixhoorn) als Verscheurde stilte.

20 februari 1962 Ik heb vandaag de hele dag Glenn** zien rondcirkelen op tv [in een baan om de aarde], en ik maak me verwijten omdat ik niet werk. Als de man eenmaal in een baan om de aarde is, verlaten de mensen het strand. Ik vind het altijd een ontroerend gezicht als mensen hun sandwichmanden oppakken, de handdoeken en de vouwmeubels, en weer gauw terug willen naar het hotel, het motel, het huisje, de bar. In die haast, die sterke wil, zie je de achteloosheid van het leven; er zal altijd iets worden vergeten – een zonnebril, een luchtbed, een oude man, een fotorolletje, een pokdalige jongeling met een bundel poëzie. Zij zullen even worden herdacht, zoals we de doden herdenken, maar er zal niemand teruggaan om te zoeken naar de zonnebril, of om de oude man op te vrolijken. Ik krijg een scheut in mijn hart als ze zich weg haasten, alsof ik hier de krachten van leven en dood kan zien. Het einde van een honkbalwedstrijd, de afloop van een jaarmarkt.

** De astronaut John Glenn was in 1962 de eerste Amerikaan die een vlucht om de aarde maakte – maar was daarmee niet, zoals vaak beweerd wordt, de eerste Amerikaan in de ruimte: twee anderen waren hem op veel kortere vluchten voorgegaan.

Otti Anz -- 19 februari 1904

• Otti Anz (1876-1945) was een Duitse die veel in het buitenland gewoond heeft. Van haar verblijf in China (1903-1912) hield ze een fragmentarisch dagboek bij.

Den 19. Februar 04.
Der große Tag, der solange vorgespukt und noch nicht ausgespukt hat, ist vorüber. Am 16. Februar feierten die Chinesen ihr einziges großes Jahresfest: Neujahr.

Wochenlang vorher wurden fieberhaft eifrig Vorbereitungen getroffen, ihr kleines Haus gründlich gereinigt, durch Wegschaffung der Mittelwand aus zwei engen, unbehaglichen Räumen ein großes, schönes gemütliches Zimmer geschaffen, das den kleinen Ofen, den sie zu umhocken lieben, in der Mitte hat, Wände und Decke aufs schönste geschmückt mit bunten Bildern, Segenssprüchen, Spiegeln u.s.w., in der sogenannten Küche eine Art Altar errichtet. Abends krachte und blitzte es in unserm Garten und in den umliegenden Dörfern von abgebrannten Feuerwerkskörpern, kindliches Jubeln von Kleinen und Großen als Begleitung.

Am Vorabend des großen Tages starke Erregung: nach dem Abendessen kam der boy und bat meinen Mann und mich, ihr Haus anzusehen. Es war wie ein Bild aus Tausend und eine Nacht: ein prachtvoller, sternklarer Abend, Lichterglanz und Feuerwerk und Jubel in allen Dörfern, der Hafen von Tsangkou besäet mit Dschunken und Sampans, die im Schmuck zahlreicher Lampions mit Leuchtkäfern überstreut erschienen, vor dem kleinen Chinesenhaus, im leisen Luftzug baumelnd, kleine bunte Laternen, drinnen eine märchenhaft bunte Pracht, bei aller Mannigfaltigkeit der Farben nichts Unharmonisches, in der Mitte eine riesige Papierlaterne, in deren Innern sich kleine ausgeschnittene Figuren von der Wärme wie im Karussell bewegten (Machwerk des Kochs).

Und dann krachten die Feuerwerkskörper, und die Leute strahlten und jauchzten. Wir freuten uns eine Weile mit ihnen, gingen dann hinein und errichteten wie Weihnachtsabend einen kleinen Tisch mit bunten Lichtern, Zuckersachen, Zigaretten und nicht unbedeutenden Geldgeschenken. Es wurde noch lange nicht still in dem kleinen Häuschen im Garten. Bei Reisbranntwein, Kuchen, Zigaretten und Feuerwerk feierte man Silvesternacht.

Am nächsten Morgen, als wir beim Kaffee saßen, erschienen alle drei, boy, Kuli und Koch, in ganz neuen, feierlich schwarzen Gewändern und gratulierten.

Später machten wir einen Gang durch Tsangkou: alle Wege tadellos sauber, von den Häusern leuchteten die langen roten Streifen der neuen Segenssprüche, nur ab und zu ein einzelner Chinese in neuen Gewändern, alle Türen verrammelt, alles saß in den Häusern, aß, trank, scherzte, rauchte, schlief oder machte ohrenzerreißende Musik.

Mindestens 3 Tage wird nicht gearbeitet. Auch in Tsingtau sind alle Läden solange geschlossen, einzelne Chinesen laufen mit einem Haufen Visitenkarten herum: sie machen Besuche. Die Fabrik unten schweigt, die Kinder sind für 8 Tage in ihre Dörfer.

Am Abend bringt uns der boy drei kleine, chinesische Hausgötter von grotesk bunter Hässlichkeit als Geschenk. Wir stellen sie ins Esszimmer. Walter hat an die äußere Hauswand mit roter Farbe ein neues „fu“ gemalt.

In den Marktdörfern ist in den Tagen vorher lebhaftes Treiben gewesen. Um möglichst viel Geld einzuheimsen, sind auch verschiedentlich chinesische Mädchen gehandelt worden. Unser Koch lief mit kleinen, roten Pflastern an den Schläfen herum, die Chinesen lieben es, sich ab und zu schröpfen zu lassen oder zu massieren, bis sie rote Stellen davon haben. Die kleinen Wunden vom Aderlass werden mit roten Pflastern verklebt. Ob diese Erscheinung beim Koch grade in diesen Tagen in irgendeiner Verbindung mit dem Feste steht, weiß ich nicht.

Heute wird zum ersten Male wieder etwas gearbeitet, aber müde und verdrossen, d.h. unsere Leute haben nicht einen Augenblick ihre Pflicht versäumt. –

Der Krieg zwischen Russland und Japan ist ausgebrochen. Infolge schneidigen Vorgehens der Japaner und leichtsinnigen Unvorbereitetseins der Russen, sind die Japaner bis jetzt im Vorteil, die Sympathien sind hier auf keiner Seite, die Stimmung ist abwartend, natürlich werden allerlei wage und haarsträubende Vermutungen aufgestellt. Die Chinesen könnten sich mit den Japanern verbinden, oder durch ihr Beispiel angesteckt, plötzlich auf den Gedanken kommen, die Deutschen hinauszuwerfen. Mit Spannung werden die Kriegsdepeschen erwartet; flüchtende Russen kommen nach Tsingtau. Das deutsche Lazarett dort ist den Verwundeten beider Nationen zur Verfügung gestellt worden. Die Deutschen sehen sich vor. Große Abteilungen Soldaten ziehen hier vorbei zu Übungen auf den umliegenden Höfen und in den Dörfern. Der Dollarkurs steigt, für uns recht unangenehm, ebenso die Preise vieler Warenarten. Was aus Russland kam, ist überhaupt nicht mehr zu haben. Die Post geht wieder den langen Seeweg, Briefe, die unterwegs waren, wurden zurückgeschickt, wir können monatelang auf Nachricht warten.-

Das Wetter ist oft frühlingsmäßig. Die Kälte–Wärme Uhr, wie die Chinesen das Thermometer nennen, sinkt nur noch nachts unter 0. Der Sturm heult noch recht häufig ums kleine Holzhaus, aber er schneidet nicht mehr ins Gesicht. Nur auf den äußersten Spitzen der Berge lässt das Tausend-Meilen-Auge leichten Schneesturm erkennen. – Uns blüht vielleicht das Glück, schon im März in das große Wohnhaus hinunterziehen zu müssen.

Helena Morley -- 18 februari 1893

• Helena Morley (pseudoniem van Alice Dayrell Caldeira Brant, 1880-1970) woonde als jong meisje in Brazilië en hield gedurende haar middelbareschooljaren een dagboek bij.

Saturday, Febhruary 18th
It's three days today since I star'ted going to School. I've bought my books and I'm going to begin a new life. The Portuguese teacher advised all the girls to form the habit of writing something every day, a letter or whatever happens to them.
I went to see my English aunts and there I met Marianna. She was my school's most famous pupil and I've always heard my aunt speak about her with admiration. She encouraged me and she said that the secret of being a good pupil is to pay attention and take notes on everything.
[...]

Sunday, February 19th
Sia Ritinha, the chicken thief from Cavalhada, spent the whole evening here in the house, telling stories about people who got sick from eating cucumbers, and she finished by saying, "Dona Carolina, you mark my words. The cucumber is so poisonous that if it so much as touches the hem of your skin, it's dangerous."
During the whole conversation I kept expecting mama to tell her that I won't eat porridge but that I eat two cucumbers with salt every morning. Mama said to me: "Do you hear what she's saying? Are you listening?" I wanted to ask Dona Ritinha, "And isn't it dangerous to steal your neighbor's chickens?"